MITTEILUNG DER SCHILLER-VHS

vom 28.07.2022

Das Programm der Schiller-Volkshochschule für das Herbst-/Wintersemester 2022/2023 ist erschienen

Im Fokus steht das Thema „Zusammen in Vielfalt“

LUDWIGSBURG. Das neue Programm der Schiller-Volkshochschule Kreis Ludwigsburg für das Herbst-/Wintersemester 2022/2023 ist erschienen und ab sofort online abrufbar unter www.schiller-vhs.de. Das gedruckte Programmheft liegt an zahlreichen Auslagestellen in den Rathäusern des Landkreises, in Buchhandlungen und vielen Banken zur Abholung bereit. Der Semesterfokus liegt auf dem hochaktuellen Thema „Zusammen in Vielfalt“. Gleich zwei Semesterschwerpunktveranstaltungen mit bekannten Vortragenden läuten das Thema im Fokus ein: Am 14. Oktober berichtet Balian Buschbaum von seinen Erfahrungen zum Thema „Vielfalt er-Leben mit Diversity“ und am 21. Oktober legt Sebastian Wächter dar „Wie Unternehmen von Inklusion profitieren“. Start des neuen Semesters mit rund 1.600 Kursen, Vorträgen und Exkursionen ist am 26. September 2022. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Im Herbst-/Wintersemester nimmt die Schiller-vhs erneut das Thema „Zusammen in Vielfalt“ in den Fokus. Vielfalt bedeutet Gemeinsamkeit und Unterschiedlichkeit zugleich. Der Blick auf Gleichstellung, Chancengleichheit, Antidiskriminierung, Partizipation und Inklusion ist derzeit wichtiger denn je. Diese Aspekte kommen im aktuellen vhs-Programm besonders zur Geltung. In Kursen, Vorträgen, Exkursionen und Studienfahrten ist für alle Einwohner des Landkreises etwas dabei. Zielgruppenspezifische Kurse, zum Beispiel für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder speziell für Männer/Frauen/Kinder, sind hierbei extra mit dem Logo „Vielfalt“ gekennzeichnet.

Von ganz persönlichen Erfahrungen zu „Viel-falt er-Leben mit Diversity“ berichtet der ehemalige Olympionike, Bestsellerautor, Speaker und Coach Balian Buschbaum bei der Semesterschwerpunktveranstaltung am 14. Oktober in Remseck am Neckar. Chancengleichheit und Inklusion sind in aller Munde, werden aber selten wirklich gelebt. Nach vielen Jahren als schwerbehinderter Arbeitnehmer spricht Sebastian Wächter bei der Semesterschwerpunktveranstaltung am 21. Oktober im Kronenzentrum Bietigheim darüber, wie Inklusion uns alle, aber auch speziell Unternehmenskultur und Unternehmen, voranbringt.

Am 16. und 17. November finden die 17. Akademietage im Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen statt. Experten aus Wissenschaft, Lehre und Forschung werden aus sozialer, wirtschaftlicher, politischer und philosophischer Perspektive die brisante Frage „Arm oder reich - Schicksal oder Selbstbestimmung. Brauchen wir eine neue Wirtschaftsordnung?“ beleuchten und mit dem Publikum in Diskussion gehen. Bereits am 24. Oktober führt Prof. Dr. Michael Hartmann bei der Auftaktveranstaltung zu den Akademietagen mit seinem Vortrag „Die Wirtschaftselite - Reichtum durch Leistung oder durch familiäres Erbe?“ an das Thema heran.

In der Vorweihnachtszeit vereinen Tagesfahrten und Studienreisen Heimat- und Länderkunde mit Genuss: Bei der Fahrt zum „Winterzauber auf Burg Hohenzollern“ kann Heimatgeschichte erlebt werden. Bei der Tagesfahrt nach Straßburg ist nach der politischen Bildung beim Besuch des Europäischen Parlaments Zeit für einen Besuch auf dem romantischen Straßburger Weihnachtsmarkt. Die Studienreise „Dresden und Prag im Advent - Zwei Metropolen und ihre Adventsmärkte“ kombiniert gleich zwei Kultur-Hauptstädte und ihre Weihnachtsmärkte zur wohl schönsten Reisezeit im Dezember. Bereits im September geht eine viertägige Studienreise in die Europahauptstadt Brüssel.

Das digitale Angebot umfasst im Herbst-/Wintersemester über 170 Onlinekurse aus allen Fachbereichen. Im Rahmen der Fördermöglichkeiten durch das Digitalpaket des Landes Baden-Württemberg wurden weitere Schulungsräume u.a. mit Dokumentenkameras, Beamer und interaktiven Boards ausgestattet. In Bietigheim-Bissingen und Marbach am Neckar erhielten zwei Standorte Videokonferenztechnik für Hybridkurse. In diesen Kursen besteht die Möglichkeit, entweder online oder in Präsenz vor Ort am Unterricht teilzunehmen. Das Kursgeschehen wird ins Web übertragen und die Online-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer können über Videokonferenz und Chat live dabei sein. Im Hybridformat finden unter anderem Kurse für Kaufmännische Praxis, Microsoft Office, Programmierung, Linux und Minicomputer Raspberry Pi statt.

Neu im Programm sind Onlinevorträge zu den brandaktuellen Themen „Kryptowährungen“, „Insekten essen?!“, „Vergleichsportale im Internet“ sowie „Rechtsirrtümer im Verbraucheralltag“ und „Essen und Einkaufen mit 50+“. Über die drängenden Fragen vieler Verbraucher informieren die neuen Kurse „Heizen ohne Öl und Gas“, „Plastikfreier Haushalt“, „Digitaler Nachlass“, „Verkehrswende“ und „Aktien und Börse für Frauen“. Der Gesunderhaltung von Körper und Geist widmen sich unter anderem die neuen Kurse „Glutenfreies Backen mit dem Bäckermeister“ sowie „Gelassenheit durch Achtsamkeit“ und „Yoga für ein glücklicheres Leben“. Ein neues Angebot für Familien sind die Eltern-Kind-Kurse „Die Natur ruft“ mit dem Wildnis-Pädagogen.

Das Programm zum Semesterschwerpunkt „Zusammen in Vielfalt“ umfasst über 140 Vorträge, Diskussionsrunden, Kurse, Workshops und Führungen. Im vhs-Programm wird immer, aber in diesem Semester ganz besonders, auch der Blick auf spezielle Zielgruppen gerichtet. So finden sich im Herbst-/Wintersemester viele Kurse, die zum Beispiel eigens auf die Bedürfnisse von älteren Menschen, von jüngeren Menschen, von Menschen mit einer Beeinträchtigung oder extra für Frauen oder extra für Männer zugeschnitten sind. Das Angebot reicht von der Sonderführung im Mercedes-Benz Museum „Frauen und Autos“, „Qigong für Männer“ über „Yoga für Menschen ab 70“ bis zu Lerncoachings zum Lebenslangen Lernen speziell für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Erwachsene.

Wie man Webseiten so programmiert, dass sich auch Menschen mit Sehbehinderung dort zurechtfinden, darum geht es im Kurs „Webseiten barrierefrei erstellen“. Der inklusive Kurs „Die Kraft des Lachens“ bringt in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker Menschen mit und ohne besondere Beeinträchtigung zusammen. Auf der „Rainbow Tour Stuttgart“ erkunden die Teilnehmenden die Stadt aus Sicht der LGBTQ Community und erfahren Spannendes aus Stuttgarts LGBTQ Vergangenheit und Gegenwart. Bei der „Alternativen Stadtführung mit Trott-war“ geht es um die Lebenswirklichkeit sozial benachteiligter Menschen in Stuttgart mit einem Besuch der Wohnungslosen- und Suchtkrankenhilfe.

„Die Kurse, Vorträge, Diskussionsrunden, Exkursionen und Studienreisen fördern den Blick über den eigenen Tellerrand nicht nur durch ihre Lerninhalte, sondern auch durch die Begegnung in der Gruppe. Der Kontakt mit den anderen Teilnehmenden baut Barrieren ab und schafft Verständnis füreinander“, stellt die Leiterin der Schiller-vhs Constanze Weis fest. „Oft treffen in den vhs-Kursen Menschen aufeinander und kommen ins Gespräch, die sich im Alltag vermutlich nicht zusammengefunden hätten. Gerade in Zeiten neuer Herausforderungen und kontroverser Standpunkte ist dieser Austausch wichtiger denn je.“

Diversität in allen Bereichen zu leben: Dies gelte für Teilnehmende, das planende und lehrende Personal, die Verwaltung der Volkshochschule und selbstverständlich für alle Dozentinnen und Dozenten. „Dass es nur zusammen geht, zeigt die tägliche Arbeit an der Schiller-vhs als große Landkreis-Volkshochschule“, so Weis: Kursangebote in 36 Städten und Gemeinden im ganzen Landkreis Ludwigsburg und darüber hinaus sind nur möglich durch die enge Zusammenarbeit mit den Örtlichen Vertreterinnen und Vertretern, Kooperationspartnern, Raumverantwortlichen, Hausmeisterinnen und Hausmeistern und vielen weiteren Akteuren. „Aus eben diesem vielfältigen Miteinander entsteht das facettenreiche Weiterbildungsangebot der Schiller-vhs.“

Informationen zu allen vhs-Veranstaltungen erteilen die Mitarbeitenden der Schiller-vhs unter der Telefonnummer 07141 144-2666. Anmeldungen sind ab sofort möglich: telefonisch, online auf www.schiller-vhs.de oder per E-Mail an info@schiller-vhs.de.

 

 

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PRESSEMITTEILUNG DES DVV

vom 08.04.2022

Volkshochschulen unterstützen Geflüchtete aus der Ukraine mit Präsenz-Kursen und Online-Angeboten beim Deutschlernen

vhs-Lernportal steht nun in ukrainischer Sprache zur Verfügung

Um Geflüchteten aus der Ukraine das Eingewöhnen in Deutschland zu erleichtern, haben Volkshochschulen schnell reagiert und bundesweit Erstorientierungskurse und niedrigschwellige Deutschkurse gestartet.

Das vhs-Lernportal (www.vhs-lernportal.de) ist das kostenfreie digitale Lernangebot des Deutschen Volkshochschul-Verbands e.V. (DVV) für Deutsch als Zweitsprache, für Alphabetisierung und Grundbildung. Ab sofort sind alle Deutschkurse bis einschließlich Niveau B1 im vhs-Lernportal auch auf Ukrainisch verfügbar. Die Anmeldemaske, die Bedienoberfläche und alle Aufgabenstellungen wurden ins Ukrainische übersetzt. Vokabel- und Phrasentrainer folgen in Kürze. So können insbesondere diejenigen Geflüchteten, die noch keinen Platz in einem Deutschkurs vor Ort gefunden haben, die Zeit nutzen, um selbständig mit dem Deutschlernen zu beginnen. Darüber hinaus erleichtert die Übersetzung Lehrkräften den Unterricht mit dem vhs-Lernportal. Zum Lernen werden lediglich ein Smartphone und ein Internetzugang benötigt. Zu jedem Deutschkurs gibt es zudem passende Apps, mit denen auch offline gelernt werden kann. Die Apps sind ebenfalls in einer ukrainischen Version verfügbar.

Auf dieser Plattform kann sich jeder kostenlos registrieren und mit Unterstützung von Online-Tutor*innen Deutsch lernen. Anmeldemaske, Bedienoberfläche und Aufgabenstellungen stehen seit dieser Woche in ukrainischer Sprache zur Verfügung:

www.vhs-lernportal.de

„Volkshochschulen sind überall vor Ort präsent und sie sind routiniert darin, schnell auf aktuelle Bildungsbedarfe zu reagieren. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir nun die Kommunen darin unterstützen, die Menschen aus der Ukraine bestmöglich auch mit Beratung, Informations- und Lernangeboten zu versorgen, damit sie sich schnell in der neuen Umgebung zurechtfinden und Fuß fassen können“, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV). „Die Volkshochschulen bieten eine einzigartige, flexible Kombination verschiedener Lernformen an“, ergänzt der DVV-Vorsitzende Martin Rabanus. „So können Geflüchtete, die noch nicht an ihrem gewünschten Wohnort in Deutschland angekommen sind, mit dem Lernen im Lernportal beginnen und danach gemeinsam mit anderen im Präsenz- oder Online-Kurs weiterlernen.“

Für viele Menschen aus der Ukraine ist der Umgang mit digitalen Kommunikationsmitteln selbstverständlich. Für sie ist daher das vhs-Lernportal eine sehr gute Möglichkeit, sich mit der lateinischen Schrift und mit der deutschen Sprache vertraut zu machen, wann immer es die Alltagssituation gerade zulässt. Sie benötigen dazu nur ein Smartphone und einen Internetzugang. Das Portal umfasst eine breite Palette an Kursen, in denen Anfänger*innen wie Fortgeschrittene Deutschkenntnisse für Alltag und Beruf erwerben können. Zu den meisten Übungen erhalten die Lernenden ein automatisiertes Feedback. Ihnen stehen außerdem Online-Tutor*innen zur Seite, die sie motivieren, Schreibaufgaben korrigieren und Lerntipps geben.

Wer stattdessen oder zusätzlich in der Gruppe lernen möchte, kann sich an die örtliche Volkshochschule wenden oder sich im Internet orientieren. Geflüchteten aus der Ukraine stehen die Integrationskurse kostenlos offen. Eine kartenbasierte Übersicht über alle Volkshochschulen in Deutschland bietet diese Seite:

www.volkshochschule.de/weiterbildung-fuer-gefluechtete

Für Kursleiter*innen und auch für freiwillige Helfer*innen, die Geflüchtete beim Spracherwerb unterstützen und dafür das vhs-Lernportal nutzen möchten, veranstaltet der Deutsche Volkshochschul-Verband gratis Webseminare. Darin werden Inhalte und Funktionen der Plattform erläutert. Termine und Inhalte der Seminare finden sich unter:

www.vhs-lernportal.de/schulungen